Zahlen und Fakten
Einwohner: 313 Einwohner
Fläche: 3.296 ha
Seehöhe: 600 m
Geschichte:
Urkundlich wird „Galmansekk in der Chanach“ 1373 erstmals genannt, die Geschichte dieser Kleinregion reicht aber viel weiter zurück.
Nächst dem Gutshof des Herzogs von Beaufort-Spontin fand man eine aus der Jungsteinzeit stammende, also rund 6000 Jahre alte Rundnackenaxt (Steinbeil). Die reichen, bis heute in Abbau stehenden Marmorvorkommen im Gemeindegebiet waren bereits den Römern bekannt und wahrscheinlich benutzten diese auch die Übergänge über die „Piberalm“ (Gleinalpe) in das obere Murtal.
Im Jahre 1103 statteten die Eppensteiner das von ihnen gegründete Kloster St. Lambrecht reich aus. Von den Besitzungen im oberen Kainachtal kamen auch „das Forst und die Waldbauern“ im heutigen Gallmannsegg, die man damals „Förster“ nannte und die von der Jagd und von der Sammlertätigkeit lebten, an das Stift. Kirchlich unterstand das Gebiet seit der Zeit von 1060 der Mutterpfarre Piber und diese errichtete im benachbarten Ort Kainach, eine dem hl. Georg geweihte Kirche, die bereits 1245 urkundlich genannt wurde.
Beim, im Gebiet des Lukaskogels liegenden „Heiligen Wasser“ entstand ab 1659 eine kleine, der hl. Ragundis geweihte Kirche, die bald zu einem gerne besuchten bäuerlichen Wallfahrtsort wurde. Überregionale Bedeutung hatte neben der Gewinnung des Marmors im 18. und 19. Jahrhundert auch die Produktion von Sensen, Sicheln und Strohmessern.
Wappen:
Im Gemeindegebiet des 1373 als „Galmansekk in der Chanach“ erstmals urkundlich genannten Gallmannsegg erhob sich als landesfürstliches Lehen die Burg Hauenstein, heute nur noch als Ruine erhalten.
Das Stift St. Lambrecht, über die Probstei und Mutterpfarre Piber größter lokaler Grundherr, errichtete ab 1659 beim Heiligen Wasser, einer bereits der heiligen Radegundis geweihten wundertätigen Quelle eine kleine Kirche, die mit dem davor gelegenen Augustinibründl bald zum Wallfahrtsort wurde.
Das Gemeindewappen vereinigt nun alle diese historischen Wurzeln: der grüne Zinnbord steht für die Burg im Wald, der Brunnenstein mit dem heraus fließenden Wasser ist mit dem brennenden Herzen dem heiligen Augustinus zugeordnet, und darüber schwebt die silberne Krone der Radegundis einer thüringischen Königstochter.
Am 8. November 1999 verlieh die Steiermärkische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Dezember 1999 der Gemeinde Gallmannsegg folgendes von OArchRat. Dr. Purkarthofer entworfenen Wappen: „In rotem Schild mit einem durch eine silberne Zinnenleiste an den Flanken und im Schildfuß gesäumten grünen Bord, ein mit einem roten flammenden Herzen belegter silberner Brunnstein mit seitlich abfließendem Wasser, überhöht von einer barocken silbernen Krone.“





